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Weihnachtsbeleuchtung: Stromsparend durch die Adventszeit

Zur Weihnachtszeit schlagen nicht nur unsere Herzen, sondern häufig auch die Stromzähler höher. Denn während wir fröhlich unsere Hausfassaden und Wohnzimmer in wohlig-besinnlichen Lichterglanz tauchen, könnte man mit dem in der Weihnachtszeit aufgewendeten Strom etwa 140.000 Haushalte ein ganzes Jahr lang versorgen.
Doch irgendwie gehören die funkelnden Lichter doch zur Weihnachtszeit dazu - zum Glück gibt es einige Möglichkeiten, Geldbeutel und Umwelt zu schonen, ohne auf die glanzvolle Stimmung verzichten zu müssen. Wir zeigen dir, wie du bei deiner Weihnachtsbeleuchtung eine Menge Strom sparen kannst!

Umstieg auf LED-Lichterketten

Lichterketten werden meist nur einmal im Jahr, nämlich zur Adventszeit, aus der Dekokiste im Keller gekramt. Durch die seltene Nutzung verjähren sie dadurch schnell und unbemerkt - und oft funktionieren sie trotzdem noch, auch nach dutzenden Weihnachtsfesten. Alte Lichterketten funktionieren jedoch häufig noch mit herkömmlichen Glühbirnen. Und diese sind ganz schön gefräßige Biester:
Eine Lichterkette mit 100 Glühbirnchen bei einer Betriebszeit von 8 Stunden benötigt 32 Kilowattstunden - das macht umgerechnet beinahe 10 Euro. Da wir uns mit einer einzigen Lichterkette meist nicht zufrieden geben und sie gerne über Wochen hinweg mehrere Stunden täglich leuchten lassen, summiert sich das ganz schön. Laut Stiftung Warentest fressen zwei Lichterketten mit normalen Glühbirnen allein in der Weihnachtszeit mehr Strom, als ein energieeffizienter Kühlschrank über das ganze Jahr hinweg. Deshalb lohnt sich der Umstieg auf Leuchtdioden (LEDs) - unter allen energiesparenden Beleuchtungsvarianten haben diese die beste Energiebilanz.
Zum Vergleich: Eine LED-Lichterkette mit 100 Lämpchen in derselben Zeit, also 8 Stunden, benötigt nur ca. 2 Kilowattstunden - das sind umgerechnet 0,56 Euro. Der Unterschied ist beachtlich: LED-Lichterketten verbrauchen bis zu 80 % weniger Strom. Zwar sind LED-Lichterketten im Einkauf etwas teurer, jedoch macht sich die Stromeinsparung natürlich auch auf der Rechnung bemerkbar, wodurch man das Geld schnell wieder drin hat. Ein weiterer Pluspunkt: LEDs haben eine deutlich längere Lebensdauer.

Und damit nicht genug. Während die herkömmlichen Glühbirnchen mehr Energie für die Wärmeerzeugung als für das Licht aufwenden, entwickeln LED-Lämpchen deutlich weniger Wärme. So lässt sich auch das Risiko von Überhitzung und Brand deutlich senken.
Während das Licht der LED-Lampen vor einigen Jahren noch sehr kühl war, ist die Technologie heute schon wesentlich weiter. Wer gelbes Licht am Tannenbaum bevorzugt, sollte auf die Artikelbeschreibung "warmweiß" achten.
Übrigens: Je kleiner die Glühlämpchen, desto sparsamer ist die Lichterkette. Jedoch gilt Vorsicht bei Lichterschläuchen, denn diese gelten allgemein als weniger energieeffizient.

Gütesigel

Hierbei geht's mehr um deine Sicherheit, als um das Stromsparen selbst. Beim Kauf von neuen LED-Lichterketten solltest du stets auf Gütesiegel achten, um die Qualität des Produkts sicherzustellen. Hierbei kannst du beispielsweise auf die Siegel VDE oder GS achten. Ansonsten kann's nämlich schnell mal gefährlich werden: Reißt das Kabel eines schlecht verarbeiteten Billigprodukts, kann es zum Stromschlag kommen. Sollen die Lichterketten draußen angebracht werden, ist es außerdem wichtig, dass sie mit einem Feuchtigkeitsschutz ausgestattet sind.

Zeitschaltuhren

Mal ehrlich: Die permanente Bestrahlung durch Weihnachtslichter braucht niemand. Ihre Wirkung entfalten die glitzernden Lichter sowieso nur in Dunkelheit - und während der Schlafenszeit gibt es niemanden, den sie beeindrucken müssen.
Die gemütliche Alternative dazu, den Stecker tagsüber oder vor dem Schlafengehen per Hand zu ziehen, sind Zeitschaltuhren. Damit lässt sich ein Zeitraum festlegen, in dem die Lichterketten die Beleuchtung pausieren sollen. Zum gewünschten Zeitpunkt, also beispielsweise zur Dämmerung, schalten sich die weihnachtlichen Lichter dann wieder von selbst ein.

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Solarbetrieb

Für all diejenigen, die ihr Zuhause auch von außen in weihnachtlichen Glanz hüllen möchten, lohnt sich die Investition in solarbetriebene LED-Lichterketten. Tagsüber laden die Solarzellen unter Sonneneinstrahlung auf und beleuchten das Haus oder den Garten anschließend bis zu 8 Stunden in ganzer Fülle.

Vermeiden von Kabeln durch gekippte Fenster

Um die festliche Beleuchtung auch im Freien in Gang zu bringen, ist natürlich Stromzufuhr nötig. Jedoch ist es keine gute Lösung, das Kabel einfach durch ein gekipptes Fenster zu legen. Denn so dringt die Heizenergie nach außen und verpufft ins Leere.

Weniger ist mehr

Funkelnde Lichter in der Weihnachtszeit können die Weihnachtsstimmung nochmal richtig ankurbeln. Doch ob nun ein oder zwei leuchtende Sterne und funkelnde Schwibbögen weniger das Zuhause dekorieren, macht keinen Unterschied. Hier ist weniger mehr! Eine vielleicht altmodische, aber umso romantischere Alternative auf Fensterbänken und Tischen können auch Kerzen in Laternen oder Tonfiguren sein. Um auch hier nachhaltig vorzugehen, ist es sinnvoll, mal im Bioladen vorbeizuschauen. Die dort angebotenen Biokerzen aus Pflanzenölen sind nämlich durchaus nachhaltiger als herkömmliche Kerzen - denn das Wachs normaler Kerzen besteht aus Paraffin, also Erdöl, welches beim Verbrennen CO² freisetzt.

Gewappnet mit all diesen praktischen Tipps kannst du dich jetzt also vollständig in Weihnachtsstimmung begeben - auch mit ganz viel Funkeln und Glitzern bei dir Zuhause!