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So sparst du Strom beim Wäschewaschen

Die Wäsche noch schnell in die Maschine schmeißen, bevor man weiter muss, denn die Lieblingsbluse hat einen Fleck - deshalb lieber etwas heißer waschen, damit der auch sicher rausgeht. Wenigstens konnte man noch zwei oder drei weitere Kleidungsstücke in der gleichen Farbe zusammenkratzen, damit das Lieblingsteil nicht ganz verloren in der Maschine herumschleudert. Das Waschmittel wird noch eben nach Augenmaß hineingekippt - und los geht's. Wahrscheinlich wird's heute Abend etwas später, aber die Maschine wechselt schließlich automatisch in den Standby-Modus. Das passt schon so. Oder?

Das Wäschewaschen kann lästig sein, ja. Doch nicht selten sorgt die Gemütlichkeit dafür, dass extrem viel Strom überflüssig verwendet wird.
Dabei kann es so einfach sein, Energie zu sparen - um auf diese Weise bei der nächsten Stromrechnung eine positive Überraschung zu erleben.
Neben dem Neukauf einer energieeffizienten Waschmaschine, welcher sich bei einem 10 Jahre alten Gerät schon deutlich auszahlt, gibt es noch einige weitere Tipps, die man im Alltag beachten kann, um mit der Waschmaschine einiges an Strom einzusparen!

Waschen mit geringerer Temperatur

Moderne Waschmaschinen sind so weit entwickelt, dass das Waschen auf hohen Temperaturen bei normal verschmutzer Wäsche gar nicht mehr notwendig ist. Wäscht man mit geringeren Temperaturen, wird weniger Energie benötigt, um das Wasser aufzuheizen. Außerdem sollte die Schleuderzahl nicht auf Höchststufe eingestellt werden - beispielsweise nur 800 Umdrehungen statt 1000 oder 1200, um zusätzlich Energie zu sparen. Der Unterschied ist beachtlich: Wäscht man bei 40 Grad statt bei 60 Grad, wird lediglich die Hälfte des Stroms verwendet, bei 30 Grad sind es sogar nur ein Drittel.
Damit die Wäsche auch wirklich sauber wird, empfiehlt es sich, Vollwaschmittel zu verwenden - so kann man sich auf den Waschgang bei 40 Grad verlassen. Bei weißer Kleidung und Wäsche mit starken Flecken kann man auch auf Bleichmittel auf Sauerstoffbasis zurückgreifen. Bei farbiger Wäsche sorgt Buntwaschmittel dafür, dass die Wäsche blitzblank aus der Maschine kommt.

Ausnutzen der maximalen Füllmenge

Die Waschmaschine sollte in jedem Fall voll beladen sein. Denn so muss im Verhältnis zur Wäschemenge weniger Wasser und Strom aufgewendet werden. Selbst bei intelligenter Mengenautomatik gilt diese Regel, denn die Funktion spart zwar bis zu halb so viel Wasser, jedoch wird der Stromverbrauch nur unwesentlich verringert.
Hierbei gilt zu beachten, dass das maximale Füllgewicht je nach Waschprogramm variiert - beispielsweise liegt das Limit bei einem Handwäsche-Programm vergleichsweise deutlich niedriger. Um das maximale Füllgewicht herauszufinden, hilft ein Blick in die Bedienungsanleitung. Hat man diese jedoch gerade nicht zur Hand, gibt's eine Faustregel, nach der man sich richten kann: Die Hand sollte gerade so noch über der Wäsche mit in die Maschine passen.
Reinfallen sollte man auf keinen Fall auf die 1/2-Funktion, die in einigen Waschmaschinen integriert ist. Denn diese bringt lange nicht so viel Stromeinsparung, wie das maximale Beladen des Geräts.

Vermeiden von Kurzprogrammen

Frische Wäsche in 30 Minuten ist praktisch - doch zieht eine unglaubliche Stromverschwendung mit sich. Denn die verlockenden Kurzprogramme waschen heißer, wobei das Wasser wesentlich schneller erhitzt werden muss, um Zeit auszugleichen. Nur so ist es möglich, dass die Wäsche in Rekordzeit sauber wird.

Auslassen der Vorwäsche

Die Vorwäsche ist bei sehr starken Verschmutzungen ratsam, lässt sich ansonsten aber getrost überspringen. Moderne Waschmaschinen in Kombination mit dem passenden Waschmittel reinigen die Wäsche auch ohne Vorbehandlung gründlich. Selbst bei hartnäckigen Flecken lässt sich die Vorwäsche vermeiden, indem das betroffene Teil vor dem Waschgang mit Fleckenlöser eingeweicht wird. So wird die Wäsche nicht nur schneller fertig, sondern auch der Stromverbrauch deutlich gesenkt.

Verwenden von Wasserenthärter

Durch das Hinzugeben von Wasserenthärter bei jedem Waschgang lässt sich Kalkbildung bei hartem Wasser vorbeugen. Denn Kalk ist eine Ursache für erhöhten Stromverbrauch. Tritt Verkalkung dennoch auf, ist es wichtig, die Maschine zu entkalken. Leider lässt sich das Auftreten von Kalk nie vollständig ausschließen - deshalb ist es sinnvoll, das Gerät regelmäßig zu entkalten.

Verzichten auf den Standby-Modus

Wir wissen mittlerweile: Die Geräte sollten lieber vollständig von der Steckdose getrennt werden, anstatt im Standby-Modus vor sich hinzuschlummern. Denn auch dabei wird Strom verbraucht, obwohl das Gerät nicht mal verwendet wird. Selbiges gilt auch für die Waschmaschine.

Nutzen der Eco-Programme

Die meisten aller Waschmaschinen, die es heute auf dem Markt zu kaufen gibt, haben bereits ein Eco-Programm bzw. Energiesparprogramm integriert. Wie der Name schon verrät: Hiermit kann man nochmal richtig Strom sparen!
Zwar werden hin und wieder skeptische Stimmen laut, dass diese Programme ja länger laufen und folglich mehr Energie verbrauchen würden - das stimmt allerdings so nicht. Dadurch, dass hierbei weniger Wasser verbraucht wird und die Temperaturen niedriger sind, wird mehr Zeit benötigt, bis die Wäsche vollständig gereinigt ist. Die Einsparung, die durch das geringere Erhitzen des Wassers gewonnen wird, lohnt sich aber in jedem Fall.

Die Möglichkeiten, mit der Waschmaschine Strom und bares Geld zu sparen, sind vielfältig - doch ist es wichtig, all diese Tipps miteinander zu kombinieren und in die Waschroutine zu integrieren, um den gewünschten Effekt zu gewinnen.
Und wie geht's nun weiter mit der sauberen, aber feuchten Wäsche?
Das verraten wir dir in unserem Blogpost zu deinem Trockner!


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