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Green Gadgets: 5 umweltfreundliche Geräte für den Alltag

Das Bewusstsein unserer Gesellschaft richtet sich mehr und mehr auf Umweltbewusstsein aus. Zahlreiche Preise von diversen Stiftungen werden für innovative, nachhaltige Produkte verliehen. Und zum Glück gibt es einige Tüftler, die an solchen arbeiten. Dabei sind der Taschengrill, das Fairphone und das Solarauto nur wenige unweltfreundliche Innovationen aus Tausenden.

1. Das Solar-Ladegerät

Dieses Gadget ist nicht nur sehr nachhaltig, sondern auch eine tolle Erfindung für alle Reiseverrückten und Outdoor-Fans. Mit der tragbaren, unabhängigen Ladestation wird über ein Solarmodul in der Oberfläche Strom durch Sonneneinstrahlung erzeugt. Hier kann man sich zwischen zwei Optionen entscheiden: Zum einen die Solar-Powerbank, die die umgewandelte Energie auch tatsächlich speichert, zum anderen das Solar-Panel. Dieses hat zwar keine Batterie, ist aber wesentlich größer, wodurch man mehrere Geräte zeitgleich aufladen kann. Zwar lassen sich Smartphone und Co. damit nicht überall aufladen, doch wird die Ladestation mit dieser Erfindung auch fernab vom Stromnetz einsetzbar und umweltfreundlich zugleich. Ein weiterer Pluspunkt: Strom von der Sonne kostet nichts.

2. Der Taschengrill

Diese Erfindung aus der Schweiz passt perfekt zu den stetig steigenden Temperaturen und macht noch mehr Lust auf Sommer: Der Mini-Grill ist nicht nur praktisch für Picknicks im Park und BBQ am See. Er produziert außerdem keinen Müll - und gewinnt dadurch einen entscheidenden Vorteil gegenüber dem Einweggrill. Der kompakte Blechkamerad passt in jede Tasche. Mit Kohle, Anzünder und ein wenig Geduld lässt sich ein entspannter Grillnachmittag verbringen, ohne dabei Müll zu erzeugen, der aufwändig recycelt werden muss. Die schmutzigen Teile sind spülmaschinenfest und verringern den Aufwand dadurch noch mehr. Noch gibt's Severin Guerigs Taschengrill nicht zu kaufen, doch lässt er sich auf der Website bereits vorbestellen. Es bleibt also abzuwarten, ob sich der stolze Preis von 80€ für den kleinen Helfer lohnt.

3. Das Fairphone

Fairphone

Das erste Öko-Smartphone schmückt sich als einziges auf dem Markt mit dem Ökosiegel Blauer Engel: Dieses garantiert verbesserte Arbeitsbedingungen und Löhne in der Produktion, Umweltbewusstsein, Wiederverwertbarkeit und extrem erleichterte Reperaturmöglichkeiten. Fabian Hühne von Fairphone betont: "Wir arbeiten in vier Kernbereichen zu Nachhaltigkeit: Rohstoffgewinnung, Herstellung, Design und Life Cycle."
Das Unternehmen will dem Ausbeuten von Minen entgegenwirken und nicht solche unterstützen, die in Bürgerkriege verwickelt sind. Deshalb garantiert es Konfliktfreiheit bei der Rohstoffgewinnung und bezieht beispielsweise Fairtrade-Gold aus einer Förderstätte in Peru. Der Gründer Bas van Abel gewann für sein Produkt 2016 bereits den Deutschen Umweltpreis der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU). Zudem ist das Fairphone 2 das erste modulare Smartphone weltweit. Einzelne Teile sind unabhängig voneinander, was die Reperatur erleichtert und Elektroschrott reduzieren soll. Leider ist die Technik nicht die neuste, sondern etwa zwei Jahre hinterher - doch vielleicht liegt es hier am Konsumenten, umzudenken und mehr Nachhaltigkeit, anstatt noch dünnere, schnellere Geräte zu fordern.

4. BrighTap

Das Start-up BwareIT aus Jerusalem entwickelt eine Datenplattform für Hauswasserzähler und Wasserqualitätsanalysen namens BrighTap. So kann jeder seinen individuellen Wasserverbrauch und die Wasserqualität im Haushalt im Blick behalten. Auch die Temperatur und die Kosten, die in den Wasserverbrauch fließen, können hier schnell und einfach abgelesen werden. Möglich wird das durch einen kleinen Standalone-Sensor, der entweder unten am Wasserhahn oder an einem Rohr bzw. Schlauch angebracht wird. Ergänzt wird die Hardware durch eine App fürs Smartphone. Das Start-up leistet auf diese Weise seinen Beitrag zum Umweltschutz - denn so kann potenziell jeder Haushalt effektiv Wasser einsparen. Dem Erfinder Konstantin Berezin zufolge soll das kompakte, rostfreie Gadget im Sommer 2018 auf den Markt kommen.

5. Das Solarauto von Sono Motors

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Das Solaroauto Sion des Münchner Start-ups Sono Motors soll die Autoindustrie revolutionieren. Es ist das erste serienmäßige Elektroauto, das seine Energie durch Sonneneinstrahlung gewinnt. An den Oberflächen des Autos sind Solarmodule angebracht, über welche jeden Tag Energie für etwa 30km selbstständig produziert werden sollen - auch während der Fahrt. An wolkigen Tagen lässt sich die Batterie natürlich auch über die Steckdose aufladen. Insgesamt soll das Auto unter realistischen Bedingungen eine Reichweite von 250km haben. Und all das soll mit Batterie lediglich 20.000 € kosten. Die Serienproduktion ist auf den Sommer 2019 angesetzt.
Doch die Gründer Jona, Laurin und Navina haben eine weitere Vision: Carsharing für Privatpersonen. Denn während Airbnb bereits seit Jahren für unsere Wohnungen funktioniert, soll dasselbe Konzept künftig auch für Autos realisiert werden. Über eine App soll der Zeitraum angegeben werden können, in dem man sein Auto zur Verfügung stellen möchte. Während der Vermietung kommt eine spezielle Versicherung zum Einsatz, das Geld wird dem Besitzer direkt überwiesen.

Innovationen wie diese lassen Hoffnung aufkeimen, dass unsere Welt vielleicht doch noch die Kurve kriegt. Es bleibt abzuwarten, ob und wann sich diese technischen Umweltschützer vollständig in unseren Alltag integrieren. Und die Spannung steigt - welche neuen Technologien werden uns in Zukunft noch ins Staunen versetzen?


Photo 1 by Ashes Sitoula via Unsplash
Photo 2 by Fairphone
Photo 3 by Sono Motors

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