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2019 wird der Strom teurer - was du jetzt wissen musst!

Zahlreiche Stromanbieter kündigen an: Die Preise werden steigen. Künftig dürfen wir mit einer Strompreiserhöhung von 4-5% rechnen.

Eine Weile durften wir uns auf unveränderten Strompreisen ausruhen. Seit 2016 blieben diese mit 29,88 Cent je Kilowattstunde (kWh) relativ stabil. Doch das faulenzen ist jetzt erstmal vorbei. Kürzlich kündigten Stromanbieter an: Die Preise sollen im kommenden Jahr steigen, und zwar nicht zu wenig. Im Schnitt soll der Strom 4-5 % teurer werden. Dabei verzeichnete das Protal Verivox ganze 218 Versorger, die im Dezember und zum 1. Januar Preiserhöhungen ankündigten. Die Vergleichsplattform Check24 zählte ebenfalls 160 Stromversorger, die Preiserhöhungen entweder bereits umgesetzt, oder solche für das kommende Jahr angemeldet haben. Eine Ausnahme bilden dabei E.ON und die RWE-Tochter Innogy: Wer seinen Stromtarif hier bezieht, darf erstmal aufatmen - denn die Preise sollen, wenigstens vorläufig, stabil bleiben. Ein Sprecher von E.ON äußerte dazu: "Wir beobachten die Entwicklung."

Der Grund: Gestiegene Einkaufspreise

Strom im Einkauf wird immer teurer. Dieses Argument führten die Stromanbieter an, um diesen Schritt zu rechtfertigen, während dem Verbraucher erstmal die Kinnlade runter klappte. Laut dem Branchenverband BdEW sei der Einkaufspreis für Strom in den letzten Jahren um mehr als die Hälfte gestiegen. In einer Analyse der Bundesnetzagentur wird deutlich, dass die Beschaffungskosten 21,5 % der Gesamtkosten für Strom ausmachen.
Falsche Hoffnung könnte die Entlastung der Ökostrom-Umlage (EEG) erwecken, da diese circa ein Viertel des Strompreises ausmacht. Diese finanziert die Ökostrom-Förderung, was Solar, Windkraft, Wasserkraftanlagen, Biogas, Geothermie etc. einschließt. Jedoch sind die Einsparungen, die an dieser Stelle gewonnen werden, nicht hoch genug. Stromanbieter verzeichneten, dass durch den erhöhten Einkaufspreis die EEG-Entlastung quasi aufgehoben werde. Zusätzlich bewirke der Anstieg der Preise für CO²-Emissionszertifikate ebenfalls die Kostenerhöhung des Stroms.

Die Kritik: Eigennützigkeit

Unter den Verbraucherschützern wurde bei Ankündigung der steigenden Strompreise Kritik laut: "Als vor einigen Jahren die Börsenpreise gesunken sind, haben die Versorger auf ihre langfristigen Verträge verwiesen und die Einsparungen nicht an ihre Kunden weitergegeben", sagte der Energieexperte der Verbraucherzentrale NRW, Udo Sieverding. Andersherum, jetzt wo die Strompreise steigen, muss der Kunde mitziehen, während er in den vergangenen Jahren von der stabilen Lage nicht profitieren durfte.

Die konkreten Zahlen

In konkreten Zahlen bedeutet diese Steigerung von 4-5 % nach einer Rechnung des Stromportals StromAuskunft einen durchschnittlichen Preis von 30,5 Cent pro kWh. Wie hoch die Kosten letztendlich genau ausfallen, hängt auch vom Bundesland ab. Besonders stark betroffen seien Brandenburg und Hessen.

Und jetzt?

Was kann der Verbraucher in diesem Fall tun? Lohnt sich ein Anbieterwechsel? Oder gibt es eine geschicktere Möglichkeit?

Ein Grund für zu hohe Strompreise könnten durchaus veraltete Verträge mit klassischer Grundversorgung sein. In diesem Fall kann sich der Strombieterwechsel schon mal lohnen.
Da jedoch die Kosten für Strom nicht nur vereinzelt erhöht werden sollen und die gesteigerten Strompreise den Großteil aller Endkunden bei verschiedenen Anbietern betreffen, muss es auch anders gehen. Smartricity bietet dir Hilfestellung, wie du auch nach dem Anstieg der Preise deine Stromrechnung unter Kontrolle halten kannst: Durch den Austausch eines veralteten Stromfressers durch ein energieeffizientes Neugerät mithilfe unseres Smartscores und mit dem aktiven Stromsparen in deinem Haushalt - sei es beim Kühlschrank, der Waschmaschine, dem Trockner, dem TV... Einsparpotenziale verbergen sich überall!


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