Zum Frühstück gibt es Aufbackbrötchen, danach wird der Kuchen für den Nachmittag gebacken und am Abend muss es schnell gehen, also her mit der Tiefkühlpizza. Es gibt immer wieder Tage, an denen der Backofen zum Dauereinsatz kommt. Doch dabei kann man mit ein paar Kniffen ordentlich Strom einsparen. In diesem Blogpost zeigen wir dir sieben Tipps, mit denen du ganz einfach beim Backofen Strom und Geld sparen kannst.

Auf das Vorheizen verzichten

Die meisten Rezepte empfehlen, den Backofen vorzuheizen, bevor das Essen hineingegeben wird. Doch das ist nicht nötig! Inzwischen sind die Backöfen so modern, dass der Schritt des Vorheizens problemlos ausgelassen werden kann. Es reicht vollkommen aus, den Backofen erst einzustellen, wenn das Essen bereits darin steht. Wer diesen simplen Trick befolgt, spart durchschnittlich 45kg Co2 und damit 20€ pro Jahr. Lediglich bei empfindlichen Speisen und Teigarten, wie etwa Soufflés, sollte man den Backofen vorheizen lassen, da diese sonst leicht in sich zusammenfallen.

Die Restwärme nutzen

Häufig wird die Restwärme des Backofens unterschätzt. Dabei ist die verbliebene Hitze stark genug, um das Essen fertig zu garen, auch wenn man den Ofen 10 Minuten vor Ende der Backzeit ausschaltet. Solange man in der Zwischenzeit die Backofentür nicht öffnet und die heiße Luft nicht entweichen kann, steht einem perfekten Backergebnis nichts im Wege.

Die richtige Beheizungsart wählen

Der Energieverbrauch der Beheizungsart Umluft ist im Vergleich zu den anderen Programmen bis zu 40% niedriger. Zudem verteilt sich die Hitze im Umluft-Modus gleichmäßiger im Ofen, als es beispielsweise bei der Beheizungsart Ober- und Unterhitze der Fall ist. Somit ist es kein Problem, die Temperatur bei Umluft 20 bis 30 Grad niedriger einzustellen. Müssen gleich mehrere Gerichte zubereitet werden, lohnt es sich mit dieser Beheizungsart auch, mehrere Bleche gleichzeitig in den Ofen zu schieben. Auf diese Weise sind weniger Durchgänge nötig.

Essen aufwärmen

Will man die Reste vom letzten großen Kochen aufwärmen, sollte man hierfür lieber zur Mikrowelle anstatt zum Ofen greifen. Dies spart nicht nur Zeit, sondern auch Energie. Allerdings lässt sich das nicht ganz pauschal sagen, die Regel gilt nur bei einer Menge bis zu 500g. Auch Toast und Aufbackbrötchen werden energiesparender mit dem Toaster als mit dem Backofen erhitzt. Hierbei lassen sich ganze 70% Strom sparen.

Die Backofentür geschlossen halten

Um zu kontrollieren, ob das Essen bereits schön knusprig ist, sollte man den Backofen nicht öffnen, sondern lieber durch das eingebaute Glasfenster nutzen. Ist etwas mehr als ein schneller Kontrollblick nötig, ist es wichtig, die Backofentür nur kurz zu öffnen und nicht unnötig lang offen stehen zu lassen. Denn durch das Öffnen geht Hitze verloren, die der Ofen anschließend wieder nachheizen muss. Bei jedem Öffnen der Backofentür kommt es zu einem Wärmeverlust von ca. 20 Prozent.

Der Standort

Damit sich der Ofen nicht zum heimlichen Stromfresser entwickelt, ist es wichtig, wo dieser innerhalb der Küche plaziert wird. So sollte er niemals neben dem Kühlschrank stehen, da sich die beiden Geräte gegenseitig die Energie rauben. Übrigens sollte der Kühlschrank auch nicht neben anderen Wärmequellen wie der Heizung oder einem Fenster mit starker Sonneneinstrahlung plaziert werden.

Stromfresser Backofen?

Wendet man all diese Tipps an, lässt sich die Stromrechnung spürbar senken. Jedoch bringt das alles wenig, wenn das eigene Backofenmodell eine echte Energiesünde ist. Ob dein Backofen ein heimlicher Stromfresser ist, kannst du mit Smartricity herausfinden und durch den Smartscore den Verbrauch deines Backofens ermitteln. Ist es vielleicht Zeit für ein neues Gerät? Dann findest du hier alles, was dein neuer energieeffizienter Backofen können sollte.

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